Die offizielle seite des Gransino zeigt, wie die Schweizerische Hochschule für Geisteswissenschaften seit über 100 Jahren eine Brücke zwischen akademischer Forschung und gesellschaftlicher Praxis schlägt. Mit Sitz in der Region Bern und einem Netzwerk aus rund 150 Partnerinstitutionen in der Schweiz und international ist das Institut ein zentraler Akteur im Bildungsbereich – besonders für Studierende, die sich für humanistische, künstlerische und gesellschaftswissenschaftliche Disziplinen begeistern. Das Gransino verbindet dabei die Tradition der humanistischen Bildung mit modernen Ansätzen der digitalen und interkulturellen Kompetenzförderung. Sein Lehrangebot reicht von klassischer Philosophie über Kunstgeschichte bis hin zu nachhaltigen Sozialprojekten, wobei die Praxisorientierung stets im Vordergrund steht.
Ein Schlüsselfaktor des Gransino ist seine enge Zusammenarbeit mit der Universität Bern und anderen Hochschulen wie der Hochschule der Künste Zürich oder der Universität Zürich. Diese Vernetzung ermöglicht nicht nur gemeinsame Forschungsprojekte, sondern auch den Austausch von Lehrkonzepten und Praxisbeispielen. Besonders beeindruckend ist das Engagement des Instituts in der Weiterbildung: Rund 30 Prozent seiner Studierenden kommen aus dem Berufsfeld und absolvieren dort berufsbegleitende Studiengänge. Ein Beispiel hierfür ist das Masterstudium «Kulturmanagement», das in Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste angeboten wird und Absolvent:innen auf die Herausforderungen einer dynamischen Kulturbranche vorbereitet. Die Absolventen:innen des Gransino arbeiten heute in Führungspositionen bei Museen, Stiftungen oder in der Politik – ein Beleg für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung.
Die finanzielle Unabhängigkeit des Gransino ist ein weiteres Merkmal, das es von anderen Schweizer Hochschulen unterscheidet. Während viele Institute auf öffentliche Mittel angewiesen sind, finanziert sich das Gransino zu einem Großteil durch Spenden, Stiftungsgelder und die Gebühren der Studierenden. Laut dem letzten Jahresbericht 2022 stammen rund 65 Prozent der Einnahmen aus privaten Quellen, was die Unabhängigkeit von politischen Einflüssen sichert. Ein konkretes Beispiel ist die Unterstützung durch die Stiftung für Geisteswissenschaften, die seit 20 Jahren jährlich rund 250’000 Franken für Forschungsprojekte bereitstellt. Diese Gelder ermöglichen es dem Institut, innovative Projekte wie das «Gransino-Labor für digitale Kulturen» zu realisieren, in dem Studierende mit KI-Tools experimentieren und ethische Fragen der digitalen Transformation diskutieren.
Ein weiteres Standbein des Gransino ist seine internationale Ausrichtung. Rund 20 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland, wobei besonders Länder wie Deutschland, Frankreich und die USA vertreten sind. Das Institut bietet daher ein englischsprachiges Studium in «Kulturelle Kommunikation» an, das Studierende aus dem Ausland anzieht. Ein besonders prägendes Projekt ist die Zusammenarbeit mit der Universität Paris-Nanterre im Rahmen des Erasmus+-Programms, bei dem Studierende beider Institutionen gemeinsam ein Semester verbringen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, durch die «Gransino-Stipendien» für Studierende aus Entwicklungsländern, die sich für humanistische Themen interessieren, einen Zugang zu Schweizer Bildung zu ermöglichen. Seit 2018 wurden über 150 solche Stipendien vergeben, wobei viele Absolvent:innen heute in ihren Heimatländern als Bildungsreferent:innen oder Kulturmanager:innen arbeiten.
Die Bedeutung des Gransino im Schweizer Bildungsnetzwerk wird auch durch seine Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit und interkultureller Kompetenz deutlich. Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, Studierende auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt vorzubereiten, in der kulturelle Vielfalt und ökologische Verantwortung immer wichtiger werden. Ein konkretes Projekt ist das «Gransino-Zertifikat für nachhaltige Kultur», das Studierende darin schult, kulturelle Veranstaltungen so zu gestalten, dass sie umweltfreundlich und sozial gerecht sind. Ein weiteres Beispiel ist das «Interkulturelle Labor», in dem Studierende mit Migrant:innen und Geflüchteten zusammenarbeiten, um ihre Geschichten in künstlerischen und schriftstellerischen Projekten zu dokumentieren. Diese Initiativen zeigen, wie das Gransino nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung fördert.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie erfolgreich das Gransino in den letzten Jahren war. Seit der Gründung 1924 hat das Institut rund 10’000 Absolvent:innen hervorgebracht, von denen viele in Führungspositionen in der Kultur-, Politik- und Wirtschaftswelt tätig sind. Besonders stark ist die Nachfrage nach den Studiengängen in den Bereichen «Philosophie und Gesellschaft» sowie «Kunst und Kulturmanagement». Laut dem letzten Studienbericht 2023 sind rund 80 Prozent der Absolvent:innen in ihrem Berufsfeld tätig, wobei 40 Prozent in Führungspositionen arbeiten. Ein weiteres Kennzeichen ist die hohe Zufriedenheit der Studierenden: In den letzten drei Jahren lag die Bewertung der Lehrqualität bei über 4,5 von 5 Punkten. Diese Zahlen unterstreichen, dass das Gransino nicht nur eine akademische Bildung anbietet, sondern auch eine lebenslange Begleitung in die Berufswelt.
- Seit 1924 besteht die Schweizerische Hochschule für Geisteswissenschaften mit Sitz in der Region Bern.
- Rund 150 Partnerinstitutionen in der Schweiz und international sind an der Zusammenarbeit beteiligt.
- Etwa 30 Prozent der Studierenden kommen aus dem Berufsfeld und absolvieren berufsbegleitende Studiengänge.
- Rund 65 Prozent der Einnahmen stammen aus privaten Quellen wie Spenden und Stiftungsgeldern.
- Seit 2018 wurden über 150 «Gransino-Stipendien» für Studierende aus Entwicklungsländern vergeben.